Mir ist gerade aufgefallen, dass in meinen beiden letzten Einträgen das Adjektiv „irrsinnig“ vorkommt. Das nenne ich die Rainaldgötzisierung meines Vokabulars, irre irre das!
Archiv für Mißgeschicke
Corvus corone cornix
Wenn ich hier am Schreibtisch sitze und aus dem Fenster sehe, sehe ich eine maulwurfdurchwühlte, grüne Wiese auf der grundsätzlich ca. 20 Rabenkrähen sitzen bzw. herumtrapsen (das Wort existiert!).
Rabenkrähen sind Vögel, die sich nicht entscheiden können. Sie sehen einerseits aus wie Krähen, andererseits könnte man sie auch für Raben halten, ein Umstand, der zur Namensgebung sicherlich beigetragen haben dürfte. Wikipedia nennt diese unentschiedenen Tiere allerdings gehässig Aaskrähen. Ich kann dazu nur sagen, dass die, die hier vor dem Fenster herumstapfen und -zockeln, von mir noch nie beim Aasfressen beobachtet wurden. Zumindest kam ich nie auf den Gedanken, dass sie das gerade tun könnten (die alltäglichen Abgründe).
Damit ist es nicht getan: Nordöstlich der Elbe, wo ich mich gerade aufhalte, existiert eine Untergattung der Aas- bzw. Rabenkrähe, die als Nebelkrähe bezeichnet wird und sich durch einen eher grauen Körper mit schwarzem Kopf, Schwanzgefieder und ebenfalls schwarzen Flügeln auszeichnet. – Ja, das kann ich bestätigen, so sehen die, die vor dem Fenster hier so rein- und raussegeln, rumschlurren und – fletzen tatsächlich aus, also Nebelkrähen sind das, vielen Dank.
Doch das bisschen Konsequenz ist offenbar schon eine Zumutung. Die eben noch sauber unterschiedenen Raben- und Nebelkrähen sind nämlich imstande fortpflanzungsfähige Hybridformen hervorzubringen, die, um der Verwirrung ja keinen Abbruch zu tun, Merkmale der Gefiederfärbung (das ist ja wohl ein Euphemismus) beider Elternteile vorzuweisen haben.
Der soeben noch geneigte Naturbeobachter stellt sein gerade erst entdecktes Steckenpferd angewidert in die Ecke bei so viel Flatterhaftigkeit.
Die Alexa ist ein großer Fahrstuhl…
…zumindest musikalisch. Draußen regnete es aber. Das Buch hatten sie dann auch nicht. Dafür gab’s zuhause Kokossuppe. Scharf. Mit Huhn. Und die gute Nachricht, dass im bel Paese nicht gleich wieder gewählt wird.
Ein guter Anlaß für eine Liste:
Der Stiefel, DasLandwodieZitronenblühen, früher mal Welschland, heute wohl eher nur noch Toskana…
Da diese Liste so kurz ist, noch eine längere:
Democratici di Sinistra, La Margherita, Partito della Rifondazione Comunista, Partito dei Comunisti Italiani, Italia dei Valori, Socialisti Democratici Italiani, Federazione dei Verdi, Popolari-UDEUR, Movimento Repubblicani Europei…
Die erste Liste beinhaltet deutschsprachige Synonyme für Italien, sie ist unvollständig. Die zweite Liste zählt einige der Gründungsparteien der Koalition L’Unione auf, die später und bis vor kurzem als Regierung Prodi II (ja, es gab da schon mal eine) die Macht in Italien innehatte. Auch diese Liste ist unvollständig.
Noch das Logo, weil es so schön ist: ![]()
(Und außerdem: Sagt man nun das oder die Alexa?)
Schwurbel
In ein und derselben halben Stunde den gerade erst begonnenen Blog mithilfe von vollständiger Unkenntnis des CSS-Editors zerstört und das Bad fünfzentimeterhoch mit grün schäumender Soße durchnässt: Der Schlauch hing nicht in der Badewanne. Weiter so!
Guten Tag!
So. Dieser Blog ist jetzt online, wie man sieht.
Warum?
Das ist eine gar nicht so einfach zu beantwortende Frage. Sagen wir, der Blog ist der Versuch sie zu beantworten. Sollte das nicht gehen, muss dann über Alternativen nachgedacht werden.
Ganz grundsätzlich wäre – von hier aus, vorausschauend, orakelnd meinetwegen – zu sagen, dass das Festgetretene, Vergessene des alltägichen Gehens (siehe Header) Thema sein wird. Es wird zur Sprache kommen, was einem – und in diesem Fall ja wohl mir (dieser doch etwas hybride Subjektivismus ist gewöhnugsbedürftig und vorerst noch suspekt) – beim draußen Rumlaufen vor die Nase fällt, oder in den Kopf. – Um diesem ganzen krausen Gedenke und Beobachtungen Angestelle mal eine Chance zu geben.
Dass ich nicht der Erste bin, der das vorhat oder macht, ist mir bewußt.
Mal sehen, anläßlich der gestrigen Party, die von ein Paar senatori in Italien gefeiert wurde, könnte ich mich hier z.B. auch künstlich aufregen, vielleicht nicht unbedingt künstlich, vielleicht noch nicht mal aufregen. Möglicherweise ja ekeln. Wenn ich den guten Champagner sehe und die Mortadellaläppchen, eventuell sogar mitfeiern. Heute passiert das alles aber nicht, könnte aber in Zukunft durchaus vorkommen. Insofern es von Interesse zu sein scheint.
