Pangea Day, Pangea Day, Pangea Day

Zur Erinnerung. Heute ist der Pangea Day. In Berlin gibt es Public Viewings in einer Bar namens „Kapelle“ am Zionskrichplatz 22-24 und im Gebäude der Bertelsmann-Stiftung, Unter den Linden 1, letztere ist allerdings nicht kostenlos. Man kann das vierstündige Programm aber auch per Stream verfolgen. Um 20:00 Uhr CEST geht es los.

4 Antworten bis jetzt »

  1. 1

    Onno sagte,

    Und? Wie war es?

  2. 2

    falk sagte,

    War in Ordnung. Leider nur in Ordnung. Nicht gefallen hat mir hauptsächlich, dass im Vergleich zu Moderation, kurzen Reden und musikalischen Elementen die Filme etwas zu kurz gekommen sind. Ich hätte mir mehr gewünscht, ich hätte mir auch bessere gewünscht: Waren leider oft nicht so einfallsreich, inhaltlich wie technisch. Allerdings gab’s hier auch Ausnahmen, wie etwa die Filme von Ted Chung, Zeina Aboul Hosn, Brent Hoff oder Mark Osborne (die Filme kann man sich übrigens alle auf pangeaday.org ansehen).
    Man war auch bemüht, die Veranstaltung nicht zu einem weltweiten Hippie- und Betroffenheitstreffen geraten zu lassen, was sicherlich nicht einfach ist und eigentlich ganz gut gelang. Obwohl die ModeratorInnen mir ein bisschen zu schluffi-fesch daherkamen, mit Surfersträhnen, Jeans und Jackett, und die Beitrage für meinen Geschmack etwas zu oft „amazing“ und „inspiring“ nannten, oder als Endpunktmarkierung noch schnell ein „wow“ einfließen ließen. Es gab auch ein paar Stars: Die unvermeidliche Cameron Diaz, die großartige Meg Ryan und die alberne Goldie Hawn. Alle haben nur kurze Ansagen gemacht, also gewissermaßen ihre Marke zur Verfügung gestellt, was halt sein muss, klar. Letztgenannte war allerdings auch Anlass für Fremdscham, sie hatte nämlich den indischen Lach-Guru und Arzt Madan Kataria mitgebracht und die ganze Welt sollte nun gleichzeitig gemeinsam in schallendes Gelächter ausbrechen. Ähnlich peinlich das Ende à la „the world united in one heart beat“ mit Trommlern, die auf den Großevents in Rio, L.A. (von hier aus wurde der größte Teil moderiert), London, Kairo, Tigali (sic!) und anderen Orten halt mit ihren unterschiedlichen Trommeln trommelten: Trommeln geht gar nicht! (Überhaupt fand ich die Weltmusikbeiträge ziemlich nervig.)
    Zuletzt aber noch ein paar positive Punkte: Logistisch lief alles glatt, was sicher eine Leistung ist. Z.b. auch einen funktionierenden, weltweiten Stream in acht Sprachen (mit Simultanübersetzung und Untertiteln) über vier Stunden und als Vollbild problem- und ruckelfrei bereitzustellen, fand ich ziemlich beeindruckend. Überhaupt das ganze Auftreten, ob Website, Kommunikation, die Bühnen am Abend des Events selbst: Alles sehr gut! Ganz besonders gefielen mir – auch wenn es ein paar zuviel davon gab – die kurzen „speeches“ international anerkannter Wissenschaftler und Künstler (nach dem Vorbild von ted.com). Den Höhepunkt habe ich gesehen, als eine israelische Mutter, deren Sohn bei einem Selbstmordattentat ums Leben kam, und ein Palästinenser, dessen Bruder von israelischem Militär erschossen wurde und der selbst schwer verletzt worden war, Hand in Hand auf der Bühne standen und ihre Geschichte erzählten…
    Der Anspruch war es ja, die Welt und ihre Konflikte aus anderen Perspektiven zu zeigen, bzw. diese anderen Perspektiven zur Sprache zu bringen und sie dadurch sichtbar zu machen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das wirklich gelungen ist, mir erschien es doch immer noch sehr sehr westlich geprägt. Aber ok, allemal besser als Live 8, weil sinnvoller, weil Leute weltweit wirklich im selben Moment das Selbe tun und sehen und es auch noch genau darum geht, dass sie das gerade tun… und nicht etwa um Sport, wo – wie ma bei Olympia ja gerade sieht – jegliche Politik draußen gehalten werden soll. Wie war’s also? Ich fand’s super. Ein bisschen zu viel Pathos, aber ok. Außerdem habe ich eins nicht gemacht, worum die Organisatoren im Voraus sehr bemüht waren, nämlich die Veranstaltung nicht allein, sondern mit anderen zusammen zu gucken (ich war nicht in Berlin.) Das ist dann sicher noch ein ganz anderes Erlebnis. Vielleicht ja nächstes Jahr, wenn es denn nochmal einen Pangey Day gibt.

  3. 3

    falk sagte,

    Sorry Onno. Einfache Frage, lange Antwort – hab dann auch gleich noch ein Post draus gemacht.

  4. 4

    [...] 12, 2008 Onno war so freundlich mich in den Kommentaren zu fragen, wie er denn nun war, der Pangea Day. Meine Antwort wurde etwas ausführlicher, sozusagen [...]


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