Archiv für April, 2008

Pangea Day

Ich hatte den Pangea Day neulich ja schon einmal erwähnt. Leider ist die Beteiligung in Deutschland eher verhalten, na gut, man hört ja bisher auch noch nicht soviel davon. Es gibt jetzt aber einen YouTube-Film, der den Gedanken hinter der Aktion sehr konkret veranschaulicht. Den hier:

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Ein neues Weblog!

Ich habe gerade einen neuen Blog gestartet! Ich habe das für Euch getan, denn der Blog hier wird jetzt viel spannender werden. Achso: Wer kommt alles mit zu Twitter?

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„The first step to world peace is for people to meet each other.“

Der Titel besteht aus einem Zitat von Jehane Noujaim, einer jungen Dame, die sich u.a. für den Weltfrieden engagiert. Um diesem ein Stück näher zu kommen, hat sie ein Projekt entwickelt, bei dem wir – also wir Menschen – uns näher kommen sollen. Das wird möglich gemacht, indem wir Menschen, und zwar so viele wie möglich von uns und an so vielen Orten wie möglich, gleichzeitig eine Reihe von Kurzfilmen sehen, über Fernsehen oder Live-Stream. Das Ganze nennt sich „Pangea Day“ und man hat einen schönen Trailer dazu gemacht. Es wird unterstützt von TED, einer, wie ich finde, immer großartiger werdenden Organisation. Ihre Rede – den sogenannten TED Wish – kann man sich hier ansehen.

Wer also am 10. Mai von 20.00 bis 24.00 Uhr noch nix vorhat, kann sich da einen schönen Filmeabend machen. Am besten mit ein paar Freunden.

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Sweding

Gerade eine neue Kulturtechnik entdeckt. In Anschluß an Michel Gondrys letzten Film „Be Kind Rewind“, in dem Videotheksmitarbeiter aufgrund einer unabsichtlichen Totallöschung ihres Filmreservoirs dieses selbst neu verfilmen, erfreut sich das sogenannte Sweding bei YouTube großer Beliebtheit. Wird auch Zeit, dass diese Idee endlich wieder aufgegriffen wird, schließlich sind seit Jean Pauls Romanfigur, die beschließt, die Bücher, die sie sich nicht leisten kann, prompt selbst zu schreiben, schon einige Jahre vergangen (zu dumm, dass ich nicht mehr weiß, in welchem Roman… ihr?). Sweding ist natürlich etwas einfacher zu bewerkstelligen, dauert nicht so lange und ist zudem wesentlich geselliger.

Vielleicht sind mit dem Sweding (hinter dem ständigen Wiederholen dieses Wortes steckt selbstredend eine pädagogische Idee) auch endlich die leidigen Urheberrechtsfragen gelöst, obwohl ich mir da nicht so sicher bin, könnte doch die GEMA das Summen einer Filmmelodie als so eine Art Aufführung – schlimmer noch als Vorführung, wenn nicht gar Distribution – interpretieren.

Kulturelle Schlußfolgerungen zieht Alex Rühle bei sueddeutsche.de.

Mein vielleicht nicht Lieblingsfilmsweding, aber doch das Sweding meines Lieblingsfilms (resp. doch nicht wirklich meines Lieblingsfilms) ist das hier:

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Parlamentarisches Italien

Ganz so schlimm ist das ja jetzt nicht in Italien. Berlusconi ist ein alter Mann und hat so ziemlich alle privaten Interessen (z.B. nicht in das Gefängnis gehen zu müssen) bereits in seiner letzten Legislaturperiode (übrigens eine der wenigen stabilen seit der Existenz des italienischen Staates) durchgesetzt. Es bestehen also Chancen, dass er mal was für sein Land tut. Verhandlungsbereitschaft mit der Opposition wurde bereits signalisiert.

Weiterhin kann man in Bezug auf Veltronis Niederlage kaum von einer solchen sprechen: Eine neu gegründete (na gut: fusionierte) Partei, also der Partito Democratico kommt in Senat und Kammer prompt auf 34 Prozent? Das ist doch kein schlechtes Ergebnis. Zumal, wenn man bedenkt, dass Prodis Bündnis von 2006 gerade einmal 31 Prozent einfahren konnte.

Als vorletzter positiver Punkt sei genannt, dass die Wahlbeteiligung mit rund 80 % nicht so gering ausgefallen ist, wie befürchtet. Die antipolitica, also der Vertrauensverlust der Italiener in die politische „Kaste“, ist zwar sehr groß, schlägt doch aber nicht in Boykott um.

Schließlich: Die kleinen Parteien sind weg! Keine Kommunisten mehr und keine Neofaschisten mehr im Parlament. Auch gewissermaßen special interest-Gruppierungen wurden nicht mehr gewählt, was allerdings auch die italienischen Grünen betrifft. Da hat ein Umdenken stattgefunden (natürlich auch schon zuvor bei den Parteien selbst, die sich neu strukturierten). Italien hat aktuell nur noch fünf Parteien im Parlament: Berlusconis rechts-konservatives Bündnis „Volk der Freiheit“; die rechtere, konservativere und förderalistische Lega Nord Bossis; die Christdemokraten Casinis, die Wertepartei des Anti-Mafia-Richters Di Pietro und schließlich die mitte-links orientierte „Demokratische Partei“ Veltronis.

Es gibt ntürlich auch schlechte Nachrichten: Vor allem wohl die sehr hohen Wahlergebnisse für die schon seperatistisch zu nennende, zudem deutlich fremdenfeindliche Lega Nord, die für ganz Italien auf über 8 Prozent kommen konnte, aber in manchen Regionen des Nordens, also etwa in Venetien oder im Piemont beinahe stärkste Partei wurde, mit bis zu 30 Prozent.

Eine andere schlechte Nachricht ist aber, wie wenig Italien noch für deutschen Medien von Interesse ist. Kaum Analysen oder wenigstens etwas kritischere Auseinandersetzungen. Hauptsächlich lief es darauf hinaus, dass man sich wunderte, wie dieser Berlusconi wieder an die Macht kommen konnte, ob die Italiener verrückt seien oder was auch immer. Dabei ist der Sieg Berlusconis alles andere als überraschend. Der Ausgang im Ganzen ist aber eine Überraschung, ja und sogar eine gute.

Aufgefallen ist das vielleicht gerade einmal Dirk Schümer von der FAZ.

Hier noch ein Link zu den Zahlen des offiziellen Endergebnisses beim Corriere.

So: Krank bin ich aber immer noch.

Und: Die letzten Einträge haben mich stark darüber nachdenken lassen, ob ich mir nicht einen Twitter-Account zulegen sollte. Habt ihr denn sowas?

Zuletzt: Ich huste gerade… Jetzt schnaube ich…

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Ritterliches Italien

Der Cavaliere ist zurück. Da kann man nix machen!

Ich würde auch noch mehr schreiben, wenn ich nicht krank im Bett läge. Wie war das mit dem Semesterbeginn?

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Arschficken im Freien

(SEO)

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Vierundzwanzigsieben Strapazen! Nein, danke!!

Die New York Times schreibt heute über stressgeplagte Blogger, worauf die Medienlese freundlicherweise hingewiesen hat. Zwei Blogger seien sogar schon an der Überbelastung gestorben, sie hatten einen Herzinfarkt. Ich hielt das ja schon immer für eine der unwahrscheinlichsten Todesarten, also was mich anbelangt. (Ich rechne mit Schlaganfall, also genau genommen mit zwei bis drei Schlaganfällen, wobei dann der letzte aber hoffentlich umgehend letal verläuft.)

Ich werde folglich gut daran tun, etwas sparsamer mit meinen Einlassungen hier umzugehen, etwas kürzer zu treten, also rein energetisch gesehen, den Gürtel etwas enger zu schnallen bzw. keine allzu großen Sprünge mehr zu machen.

(Wegen der Überschrift: Hätte ich hinter „danke“ noch ein Ausrufungszeichen setzen sollen, oder nicht? Oder vielleicht überhaupt nur eins?)

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